Erfolg macht neugierig.
Und man kann daraus lernen.

Fachtag am 12.12.2019 , 9.00 – 16.30 Uhr in Dresden

Ein ambulanter Pflegedienst in den Niederlanden hat dreizehn Jahre nach seiner Gründung 14.000 Mitarbeitende an 950 lokalen Standorten. Das Unternehmen hat offensichtlich keine Probleme mit der Fachkräftegewinnung. Ganz im Gegenteil, es wuchs und wächst dynamisch. Der soziokratische Organisationsansatz und ein innovatives Pflegekonzept sind attraktiv für ausgebildete Fachkräfte.

Soziokratie als Prinzip der Zusammenarbeit entstand im Zuge der Reformschulbewegung in den 1920er Jahren in den Niederlanden und wird seit den 70ern auf die Zusammenarbeit in Unternehmen angewandt.

Hohe Arbeitgeberattraktivität, Kreativität in der Produktentwicklung sowie Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit der Organisation an sich schnell wandelnde Bedingungen – diese und andere Eigenschaften wecken das Interesse am soziokratischen Organisationsansatz ganz neu.

In allen Bereichen der Sozialwirtschaft gibt es Träger und Einrichtungen, die diesem Organisationsleitbild folgen. Ihre Erfahrungen fließen in die Diskussion von Theorie und Praxis einer zeitgemäßen Form der Zusammenarbeit mit ein.

 

Inhalte
Soziokratie und Selbstorganisation
■ Dezentrale Führung, Entscheidung und Verantwortungsübernahme als erfolgreiches Organisationsprinzip

Buurtzorg – Pflege lokal
und autonom
■ Ist Buurtzorg die Lösung für die Herausforderungen der Pflege in Deutschland? Voraussetzungen und Grenzen.

Praktische Erfahrung
für alle Teilnehmenden
■ Eine Erprobungsphase: Wie fühlen sich beispielhafte Prinzipien für mich persönlich an? Selbsterfahrung in zwei bis drei Gruppen.

Arbeit in Gruppen zur Auswahl
für die Teilnehmenden

Pflege neu organisiert
■ Komplexe Pflegesituationen erfordern individuelle Lösungen. Die Teilnehmenden lernen ein mögliches Konzept für mehr Autonomie in der Pflege kennen. Ein Erfahrungsbericht..

Erfahrungen im Bereich Jugend, Bildung und Soziales
■ Gemeinsame Bestandsaufnahme, prominente Beispiele, Ausblicke und Möglichkeiten.

Soziokratie als Werkzeugkasten
mit Wucht
■ Strukturen, Abläufe und Rollen. Beziehungskultur, die persönliche und organisationale Bedürfnisse verbindet. Eine Einführung.

Die Referent*innen

René Bernards
Fachreferent; Der Paritätische Nordrhein-Westfalen /
FG Alter und Pflege; Dortmund

Martin Dehnke
Organisationsentwickler, Dresden

Gudrun Haase-Kolkowski
Leitung Soziale Dienste; Arbeiter-Samariter-Bund,
Region Düsseldorf e.V.

Kathrin Ibisch
Förderin für Potenzialentfaltung, Dresden

Hartmut Mann
Referent Jugendhilfe, Der Paritätische Sachsen, Dresden

Moderation
Claudia Österreicher
Referentin Pflege, Der Paritätische Sachsen, Dresden

Teilnahmegebühr
95 € zzgl. MwSt. (inkl. Getränke und Mittagsimbiss)

Anmeldung
bis 28.11.2019

Anmeldeformular